Die vornehme Zurückhaltung in Sachen Elektromobilität bei Toyota ist nun vorbei. Nach zur Schau getragener totaler Abstinenz hat der japanische Auto-Konzern plötzlich einen Stromer präsentiert: den bZ4X – und der ist ab jetzt auch schon in einigen gut ausgestatteten Versionen bestellbar. Dabei ist auch in Sachen Design keine Zurückhaltung zu erkennen – ebenso wenig bei den Preisen.
So soll das Basismodell des 4,69 Meter langen Elektroautos mindestens 48.920 Euro kosten, abzüglich E-Mobilitätsförderung. Über die Ausstattung des Einstiegs-bZ4X hüllt man sich bei Toyota noch in Schweigen. Lediglich bei den drei Versionen, die man schon ordern kann, geht man ins Detail.
Wer möchte, der kann online seinen Klick im günstigsten Fall bei 53.210 Euro machen. Dafür bekommt man den Fronttriebler samt dem Comfort genannten Ausstattungspaket dabei. Mit dabei sind 18-Zoll-Alus, LED-Scheinwerfer, 12,3-Zoll-Navitainment, Sitz- und Lenkradheizung, Parksensoren rundum oder die elektrische Heckklappe. Was davon Teil des Pakets ist und ob davon in der Basis auch schon an Bord sein wird, bleibt ungeklärt. Zum Preis von 58.970 Euro bekommt man zusätzlich das Style-Paket. Die dritte derzeit verfügbare Version ist der Allradler mit Comfort-Ausstattung um 56.090 Euro. Das Style-Paket wird für ihn nicht angeboten.
Mit 2,85 Meter Radstand verspricht der Toyota angemessene Platzverhältnisse im Innenraum, der Kofferraum fasst 452 Liter.
Ein oder zwei Motoren
Beim Antrieb hat der Kunde die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb. Im ersten Fall kommt ein 150 kW/204 PS starker E-Motor zum Einsatz, der das SUV in 7,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und bis zu 160 km/h ermöglicht. Das Allradmodell verfügt über zwei E-Motoren, also je einem pro Achse, die jeweils 80 kW/109 PS leisten, was eine Systemleistung von 160 kW/218 PS ergibt. Der Spurt auf 100 km/h geht dann 0,6 Sekunden schneller, die Höchstgeschwindigkeit bleibt unverändert.
Große Batterie im Boden
Als technische Basis nutzt der bZ4X als erster Toyota die Elektro-Variante der TNGA-Plattform. Die bietet im Unterboden Platz für einen 71,4 kWh großen Akku, der eine Reichweite von über 450 Kilometer mit Frontantrieb und über 410 Kilometer mit Allradantrieb ermöglichen soll. Die Japaner geben auf den Akku eine Garantie von sieben Jahren oder 160.000 Kilometer. Bei jährlicher Wartung kann die Garantie auf zehn Jahre verlängert werden.
Lädt auch per Solardach
An Wallbox und öffentlicher Säule lädt der Toyota Wechselstrom dank eines dreiphasigen Ladegeräts mit 11 kW. Am Gleichstrom-Schnelllader kommt er auf bis zu 150 kW. Rund 30 Minuten gibt der japanische Auto-Hersteller für die typische Ladung auf 80 Prozent an. Für Gratis-Stromnachschub kann darüber hinaus ein Solardach sorgen, das unter optimalen Bedingungen genug Energie für 1800 Kilometer Fahrt pro Jahr generieren soll.
Mit der Steer-by-Wire-Lenkung ist man bereits bei 150 Grad am Anschlag. Dadurch wird dieses Pilotensteuer möglich – allerdings ist das System in Europa vorerst noch nicht verfügbar.
Die etwas unübliche Modellbezeichnung startet mit der Buchstaben-Kombination „bZ“, die auch die weiteren fünf bereits angekündigten E-Autos der Marke tragen werden. Die „4“ dürfte für die Hierarchie innerhalb der Modellpalette stehen, dass „X“ für das Crossover-Segment.
Quelle: Krone
Bild-Quelle: Toyota