Früher wurden die kleinsten Autos wie Goggomobil oder BMW Isetta den Kleinwagen oder Rollermobilen zugeordnet. Heute sind Kleinstwagen oder Microcars unter dem Segment der Kleinwagen angesiedelt. Das Microcar-Segment in Europa wird in den nächsten Jahren enorm wachsen, so wollen laut der Studie “Strategic Analysis of the European Microcars Market” der Marktforschungsexperten von Frost & Sullivan sieben der zehn größten Automobilkonzerne der Welt bis 2013 einen Kleinstwagen auf den Markt bringen.
Bis 2013 sollen alleine in Europa etwa 20 Fahrzeuge im Microcar-Segment auf den Markt kommen. Klein aber fein und vor allem umweltfreundlich lautet hier die Devise der meisten Hersteller. So soll der größte Teil der Kleinstwagen nämlich mit einem batterieelektrischen Antrieb ausgestattet werden. Das ist gut für die Umwelt, aber natürlich auch gut für die Co2-Bilanz des Herstellers. Darüber hinaus rechnet Frost & Sullivan vor, dass in Europa bis 2017 jährlich etwa 230.000 Fahrzeuge im Kleinstwagen-Segment verkauft werden könnten. Derzeit sind es etwa 12.000 jährlich verkaufte Fahrzeuge in diesem Segment.
Ab 2013 will BMW das Megacity Vehicle (MCV) als „BMW i3“ verkaufen. Volkswagen wird den Lupo-Nachfolger VW Up schon ab 2011 verkaufen und als Schwestermodell Skoda City einige Monate später. Als Elektroauto wird es den Up aber erst 2013 geben. Auch Toyota hat mit dem iQ ein Microcar im Portfolio, das ab 2012 ebenfalls rein elektrisch verfügbar sein soll. Das auf dem Toyota iQ basierende Elektroauto Aston Martin Cygnet folgt 2013. Aber auch Fahrzeuge wie der Smart ForTwo Electric Drive, der Zweisitzer Renault Twizy, der indische Tata Pixel oder der Dreisitzer Kia Pop finden sich zukünftig im Kleinstwagen-Segment.