Nissan setzt ein weiteres Zeichen für Elektroautos

Der japanische Autohersteller Nissan möchte der Elektromobilität in Deutschland ein weiteres Zeichen setzen.

Nissan Leaf Seitenansicht

Dazu können Fahrer eines E-Autos nicht nur ab dem 3. Oktober kostenlos bei allen Händlern Strom tanken, sondern auch besonders günstig einen Nissan Leaf leasen.

Die Elektromobilität kommt aus der Nische nicht heraus: Die Reichweite ist zu gering, die Autos noch zu teuer, eine Ladeinfrastruktur nur partiell vorhanden. «Wer Elektromobilität will, der muss dafür auch etwas tun», sagte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer am Dienstag in Berlin.

Doch bisher würde schlicht zu wenig getan, fügte Dudenhöffer hinzu, der auch das Center Automotive Research an der Uni Duisburg-Essen leitet. Entsprechend geht der Wissenschaftlicher auch nicht davon aus, dass das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen zu haben, erreicht werden kann. Nach seiner Einschätzung werde es nicht klappen, auch in den nächsten zehn Jahren die Elektromobilität zum Erfolg zu führen. «Die Regierungsprogramme entfalten keine Wirkung, weil sie viel zu kleinteilig sind.» Daran würde auch das gerade vom Bundesverkehrsministerium auf den Weg gebrachte Emobilitätsgesetz nichts ändern. So seien im Vorjahr gerade einmal 6379 Elektroautos in Deutschland zugelassen worden. Eine ernüchternde Zahl.

Nissan startet bundesweite Aktion ab 3. Oktober

Damit das Thema etwas mehr Fahrt aufnimmt und das Problem fehlender Ladesäulen etwas kleiner wird, bietet Nissan den Fahrern von Elektroautos ab dem 3. Oktober an den bundesweit 430 Standorten von Nissan  an, ihr Fahrzeug kostenlos aufladen zu lassen. Dabei stehen bei den Händlern während der Öffnungszeiten neben Schnellladestationen auch klassische Schuko-Steckdosen zur Verfügung. Das sei ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität. «Nissan und seine Händler stehen zu 100 Prozent zur Elektromobilität», sagte Nissan-Geschäftsführer Thomas Hausch.

Dass Nissan damit das Problem der nach wie vor nicht ausreichenden Zahl von Ladesäulen lösen kann, ist nicht zu erwarten. Das weiß natürlich auch Hausch. Doch man wolle nicht nur nörgeln, sondern auch handeln und damit etwas zur Steigerung der Attraktivität tun, so der Nissan-Geschäftsführer. Natürlich, so Hausch, sei dies ein symbolischer, aber sehr pragmatischer Schritt. Man hoffe auf einen Nachahmereffekt bei Wettbewerbern, Kommunen oder auch Energieversorgern, so Hausch.

Einheitliche Nutzungsbedigungen erforderlich

Doch es müsse natürlich nicht nur die Zahl der Ladestationen ausgebaut werden, sondern auch die Nutzung der bislang 4800 öffentlichen Ladepunkte vereinfacht werden. Für sie bedarf es zirka 70 unterschiedlicher Zugangsberechtigungen.

Hausch glaubt als Anbieter von Elektroautos wie dem Nissan Leaf natürlich an die Zukunft der E-Mobilität und verweist auf bereits weltweit mehr als 135.000 abgesetzte Leaf, der mittlerweile auf eine Reichweite von 200 Kilometern kommt. Deshalb bringt man jetzt nicht die Aktion des kostenlosen Ladens an den Start, sondern bietet den Nissan Leaf für eine monatliche Leasingrate von 249 Euro bei einer Laufzeit von 48 Monaten mit einer jährlichen Laufleistung von 10.000 Kilometern an. Auch damit erhofft sich Hausch neue Impulse für den stagnieren Markt von E-Autos in Deutschland.



Quelle: Autogazette

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